Kommendes Jahr, wahrscheinlich zum Sommersemester 2023, startet bei uns im CIDE-Institut ein großes Forschungsprojekt zusammen mit ART+COM und dem Leibniz-Institut für Wissensmedien.

Projektsteckbrief

Motivation: Freundschaften entstehen oft an gemeinsamen Orten. Verschiedene Umstände wie berufsbedingte Umzüge bringen Freund*innen im Leben jedoch auseinander. Über räumliche Distanz können Freund*innen nicht mehr wie bisher zufällig und zwanglos in einem gemeinsamen Raum kommunizieren, sondern müssen Zeiten und Aufmerksamkeit für Treffen, Telefonate oder Videokonferenzen organisieren und investieren.

Ziele und Vorgehen: Das Projekt hat das Ziel, Verbundenheit zwischen guten Freund*innen über Distanz zu erhalten. Dafür entstehen Interaktionsbausteine, die es erlauben, neue physisch-digitale Kommunikationskanäle aufzubauen. In Design Workshops werden Anforderungen für einen Werkzeugkasten erarbeitet, der ein reichhaltiges Repertoire für den Aufbau von Kommunikationskanälen zur Verfügung stellt. Es entsteht ein Konzept für hybride Räume, die einzelne Bausteine an verschiedenen Orten über digitale Kanäle miteinander verschränken. Auf einer Plattform können Gruppen von Freund*innen gemeinsam eigene hybride Räume aufbauen, um ihre lokalen Umgebungen für eine private physisch-digitale Kommunikation über Distanz miteinander zu verbinden.

Innovationen und Perspektiven: Bestehenden Freundschaften werden keine festen Praktiken übergestülpt. Etablierte Gewohnheiten und Rituale werden mittels des Werkzeugkastens individuell in hybride Räume übertragbar. Untersucht wird, wie verschiedene dinglich-digitale Kommunikationsbausteine die Verbundenheit unterstützen.

Themen für Master- und Bachelorarbeiten und Projekte

Im Rahmen des Projekts werden wir verschiedene Themen für Abschluss- und Projektarbeiten anbieten können. Bei uns im moxd lab gibt es konkret Aufgabenstellungen im Bereich Mensch-Technik-Interaktion zur

  • Gestaltung der Interaktions- und Kommunikationsbausteine (multimodale Interaktionsformen, wie bspw. auch verformbare, greifbare und taktile Benutzungsschnittstellen für physikalisch-digitale Interaktion)
  • Entwicklung der physikalisch-digitalen Interaktionsbausteine (auf Basis IoT-Technologien und -Architekturen)
  • Tool für In-Vivo-Experimente (empirische Forschung)
  • Studien zur Gebrauchstauglichkeit und zu Effekten auf Verbundenheit (im Bereich Mensch-Technik-Interaktion)

Ebenso entstehen Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und studentische Hilfskräfte im CIDE (bei Prof. Dr. Irma Lindt, Prof. Dr. Christian Kohls, Prof. Dr. Stefan Bente, Prof. Dr. Matthias Böhmer). Wer Interesse daran hat, kann sich gerne proaktiv bei Prof. Böhmer melden.

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